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Sommer auf Balkonien

Es ist Sonntag, der 16. August. Ein wunderbarer Sommertag. Über 30°C, wolkenloser, lediglich mit ein paar Schleiern bedeckter blauer Himmel, Sonne satt und eine leichte Brise. Das perfekte Wetter für einen Tag am See.

Mein Wecker klingelte halb acht und riss mich aus den grausamsten, von meiner krankhaften Eifersucht gebeutelten Träumen. Aufstehen, Waschen, Tanzklamotten + Wasserflasche einpacken und los. Viertel neun kam der Bus und aus Erfahrungen des letzten Jahres wusste ich, dass die gewöhnlich nicht auf mich warten. Nach zweimaligem Umsteigen und einem Viertelstundenmarsch bergauf stand ich schließlich mal wieder vor der Halle 3. Bestimmt habt ihr mittlerweile gemerkt, dass ich nicht ins Freibad gefahren bin (auch wenn ich kurz davor war, mit der 89 einfach ein paar Haltestellen weiterzufahren..). Richtig. Der mit meinen Party- und Schlafzeiten regelmäßig kollidierende Trainingsplan sah Sonntag 9.00-13.00 Uhr Tanzen vor. Unabhängig von Wetter, emotionaler sowie geografischer Lage und anderen Verpflichtungen ist eben jener Plan grundsätzlich einzuhalten. Freiheit ist etwas Anderes. Aber beim Tanzen sind ja nicht einmal Individuen gewünscht, sondern eine Masse (möglichst auch vom Äußeren her) synchroner Mädchen. Das haben wir heute mal wieder erklärt bekommen. Jedenfalls arbeiteten (So kann man es wirklich nennen - es war einfach nur noch anstrengend.) wir vier Stunden lang bis verkündet wurde, dass das Wasser zur Neige ginge. Daraufhin wurden wir tatsächlich für den heutigen Tag erst einmal entlassen. Und zwar in die Hitze. Immer wieder ein tolles Gefühl, nach dem Training, bei dem man geschwitzt hat wies Vieh, ins Freie zu treten und statt einer frischen, kühlenden Brise eine erschlagende Wärme vorzufinden. "Draußen...wärmer.....drinnen" japste ich und schlug gemeinsam mit Leidensgefährtin Lotte den Weg Richtung Haltestelle ein.
Zu Hause angekommen (Es war mittlerweile 14.00 Uhr.) setzte ich mich erst einmal an den PC, um zu gucken, wer sich noch nicht in die Nähe eines öffentlichen Gewässers begeben hatte und somit bereit wäre, mit mir zu gehen. Meine Kontaktliste gähnte mir entgegen, zeigte aber trotz sonstiger Leere (hätt ich mir ja denken können..) den wichtigsten aller Namen an. Christian. Voller (Vor-)Freude klickte ich darauf und noch bevor ich etwas von "Treffen" und "See" sagen konnte, kam die Info seinerseits, dass er jetzt Radhüpfen (so hat er es natürlich nicht gesagt) ginge. "BEI DEM WETTER?!" schoss es mir durch den Kopf. Wutentbrannt war ich schon wieder drauf und dran ihn wegen allem möglichen Scheiß zu beleidigen, aber zum Glück war er schneller und ging einfach. Er kennt mich halt schon ne Weile. Allmählich erinnerte ich mich, dass er nicht so der wetterabhängige Typ ist und wünschte ihm zehn Minuten, nachdem er weg war, dann doch noch Viel Spaß. Verlassen und ein wenig traurig blieb ich zurück. Es hatte mal wieder "plopp!" gemacht, eine weitere Seifenblase aka nette Idee war geplatzt.

Dann eben Sommer auf Balkonien.

16.8.09 17:18
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Hien / Website (17.8.09 15:47)
Tolle Geschichte.

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