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scheißgestern.scheißheute.scheißtage....scheißwoche?!

Es folgt ein Eintrag, der ziemlich im Tagebuchstyle geschrieben ist und gegen Ende hin immer ausschweifender wird. Sorry, aber ich musste das alles loswerden.

 

 

Es hilft einfach nichts. Wenn du einen Scheißtag hast, hast du einen Scheißtag. Drei von vielen Regeln der Scheißtage, die mich gerade treffen und wenig amüsieren:

rule#1 Was auch immer du Schönes geplant hast; es wird scheiße.
rule#2 Denk nicht, dass dein Geliebter dir da raushelfen kann. Es wird nur alles viel schlimmer.
rule#3 Ein Scheißtag kommt selten allein.

Ich glaube, es fing bereits Montag an. Ich glaubte, sterben zu müssen vor Kopfschmerzen nach einem äußerst verwirrenden Film namens "Todo sobre mi madre". Ich wollte nur noch ins Bett. Da ich ja aber, clever wie ich bin, mir all meine Mathehausaufgaben für den letztmöglichen Tag aufgehoben hatte, blieb mir nichts anderes übrig als zwei Seiten Übungen zu Zahlenfolgen und Grenzwerten hinter mich zu bringen. Dazu kam eine 100-Wort-Umfragenauswertung auf französisch und dann sollte ich auch noch zu Papier bringen, was für mich "Réussir ma vie" bedeutet. Eins wusste ich: DAS war es nicht.
Der Dienstag wurde von brutalen Kopfschmerzen und Hitzewallungen begleitet; den einzigen Lichtblick (Nein, stimmt nicht: Der erste Lichtblick war das Ciabatta mit Tomate-Mozzarella.) stellte das Mikroskopieren mit den nackten Füßen auf dem Teppich (Ich finde den irgendwie angenehm..) im Zimmer A201 dar. Frau Israel hatte gute Laune, die Zwiebelhäutchenzellen ließen sich gut zeichnen, ich hatte pinke Fingerkuppen und ...Hunger. Ich hatte an diesem Tag noch nichts weiter als ein Ciabatta mit Tomate und Mozzarella (<3) gegessen, damit ich genug Platz für das von meinem Freund gekochte Mittagessen haben würde. Aber es roch nach Zwiebel, also Essen. Schwups!, war das erste kleine Stück in meinem Mund verschwunden. Schnurps, schnurps. Wenige Minuten später das zweite - es folgte ein drittes. ... Erst auf dem Weg zu meinem Liebsten fiel mir der folgenschwere Fehler auf. Zitronenbonbon, Kaugummi, was Süßes vom Bäcker - es half alles nichts. Ich stank nach Zwiebel. Das wurde auch während meiner Horrorbusfahrt (Ein Überlandbus (mit dem ich eine gute halbe Stunde fahren musste) mit einer arroganten Bitch, die ihre Nase höher als ihre Stirn trug + eine Mitte-40-igerin, die sich mit der Zunde regelmäßig alle Zähne abfuhr und mir genau gegenüber saß + eine der ekligsten Frauen die ich je gesehen habe (fett, superenge Klamotten, hässlich, fettige Haare, Piercing in der Fresse, Schwabbeltitten auf dem Bauch) mit ihren fünf Kindern, von denen sie kein einziges unter Kontrolle hatte + drei reichen Mädchen gefüllt.) nicht besser. Aber Christian bewies glücklicherweise wieder einmal Humor und gab zu der Tomatensoße extra viel Knoblauch. Es war also alles schön und der restliche Tag schon so gut wie vergessen, bis ER auf einmal sagte:"Du, ich will dann noch bissl programmieren.. Kannst du so um acht gehen? ..Ich fahr dich auch nach Hause." Meine Kinnlade klappte runter. Was fiel dem ein?!!!! Mich schon wieder so zeitig "wegzuschicken", wo ich doch letzte Woche die neue Wochentags-Endzeit 21.30 bei meiner Mutter rausgehandelt hatte und ich weil seine Mutter sein Auto brauchte, doch über eine Stunde mit Bahnen und Bussen zu ihm fahren musste. "Vergisses." antwortete ich, deckte mich zu und drehte mich zur Wand. Die restliche Zeit bis halb neun war von Schweigen, Fernsehergeräuschen und Tastaturgeklapper gefüllt. Still blieb ich auch die gesamte Autofahrt über und weigerte mich, die Milchschnitte zu essen, die ER mir gegeben hatte. Mein Freund pfiff zur Musik. Ein Kuss. Eine zufallende Autotür. Der Tag war gelaufen. Mathe und Spanisch lernen linderte den Schmerz nicht gerade. Erschöpft schlief ich über meinem Mathehefter ein.
Meine Wecker klingelten bereits seit einer Viertelstunde, als ich endlich eine Auge öffnete und zur Uhr schielte. 5 nach sieben! Verdammt! Es ist Mittwoch und ich schreibe doch heute in der ersten Stunde Mathe. Schnell, schnell, schnell... dachte sich auch die Bahn und fuhr zwei Minuten vor der regulären Abfahrtszeit immer weiter von mir weg. Gerade noch so schaffte ich es auch mit der nächsten Bahn in meinen Mathekurs und bekam auch schon das Aufgabenblatt in die Hand gedrückt. Wesentlich deprimierender als der Test war die restliche Zeit im Mathematikunterricht. Ich war mal wieder an einem Punkt angekommen, von dem an ich NICHTS mehr verstehe. Spanisch wurde nicht besser, ich versank in tiefe Depressionen aufgrund meines Rückstandes gegenüber den anderen vier Spanisch-Leistungskurslern. Da rollte auch die eine oder andre Träne. Die Schlechteste in Spanisch zu sein, das bin ich absolut nicht gewöhnt. Das war doch immer mein Paradefach. Jetzt hasse ich es, weil es mich traurig macht. ... Die 2 folgenden Deutschstunden versuchte ich krampfhaft mich wachzuhalten, aber die Französischstunde munterte mich wieder ein wenig auf. Mir blieb dann nicht viel Zeit bis zum Tanztraining und so fuhr ich gestresst durch den Regen. Als wäre der Tag nicht schon anstrengend genug gewesen, wollte sich unsere neue Tanzlehrerin in ihrer ersten Stunde beweisen und zog ein knallhartes Training durch. Ohne Wenn und Aber. Und ohne Luftholen. Ein Wasserfall ist nichts dagegen. Ich hasse sie jetzt schon. Auch wenn sie vielleicht nichts dafür kann. ... Das Gemeckere meiner Mutter und der volle Terminkalender von meinem Liebsten gab mir den Rest. Da half auch die Tatsache, dass ich morgen nur zwei Stunden Unterricht habe, nichts.
"Somedays Sundays" laut drehen und an schönere Zeiten zurückdenken.

26.8.09 22:48
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Hien / Website (27.8.09 20:11)
hart. arme pflaume. :*

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